Magnetische Wasserbehandlung – Mythos oder Wissenschaft?

Wasser ist die bekannteste und wichtigste Verbindung unseres Planeten. Obgleich wir als organische Wesen zu über 70% aus Wasser bestehen und dieses täglich aufnehmen müssen, ist das Wissen um Wasser und seine Eigenschaften erstaunlich gering und beschränkt sich zumeist auf die Chemie der in Wasser gelösten Teilchen.

Wenn wir über Trinkwasser sprechen, assoziieren viele Menschen in erster Linie Leitungswasser und dessen Reinheitsgrad anstatt an Quellen und natürliche Trinkwasservorkommen zu denken. So abhängig sind wir schon von der industriellen Wasserversorgung und so gut geschützt sind die Quellen in der Privatwirtschaft, dass eine öffentlich zugängige Quelle mit sauberem und frischem Quellwasser fernab unseres Denkens liegt. Vielleicht liegt darin auch der Grund, dass vielen Menschen das Trinken reinen Wassers relativ unbekannt ist und man zu Kohlensäure-haltigem, entschwefeltem, enteisentem „Mineralwasser“ greift, was mit Lebensmittelanalysen und seinem Gehalt an gelösten Mineralien Gesundheit verspricht. Ob dieses Mineralwasser natürlichen Ursprungs ist oder mittels einer Bohrung aus der Erde gepumpt wird, ist vielen Menschen egal, weil sie gar keine Informationen besitzen, was der Unterschied sein könnte. Als Tafelwasser kommt denn auch mit Mineralien geschmacklich geschöntes Leitungswasser auf den Markt, was nur einem Zweck dient – der Gewinnmaximierung global tätiger Getränkehersteller.

 


Dass es Heilquellen wie in Lourdes, Südfrankreich, gibt wissen Viele, aber was bei diesem Wasser anders ist, darüber wird oft gerätselt. Neben den Sagen, die sich um diese Quelle ranken, wurde aber auch festgestellt, dass das Wasser über Magnetitgestein fließt und daher einem natürlichen Magnetfeld ausgesetzt ist. Ob das der Anlass für die seit 125 Jahren andauernde Forschung über die magnetische Behandlung von Wasser ist wäre möglich.

Während in Asien und Australien viele Forschergruppen die unterschiedlichen Effekte der magnetischen Behandlung von Wasser untersuchen, wird das Thema in Deutschland gerne in den Bereich der Esoterik verdrängt – gäbe es nicht den Kronenberg Report. Mit ein paar Magneten an der Wasserleitung allein ist es aber nicht getan und in den meisten Fällen wird man bei solch einer Versuchsanordnung auch keine Effekte feststellen. Die Fließgeschwindigkeit und die Kontaktzeit mit einem Magnetfeld ausreichender Stärke sind die Parameter, die es zu erkunden gibt. Es gibt positive Forschungsergebnisse bei der Pflanzenbewässerung, die von stärkerem Wuchs und besserer Fruchtausbildung spricht. Verminderte Kalkflecken auf Blattwerk oder weniger hartnäckige Verkrustungen im Wasserkocher oder unter der Dusche sind die am Häufigsten diskutierten Effekte. Dass magnetisch behandeltes Wasser aber auch in der Tierzucht zu phänomenalen Ergebnissen führt zeigen israelische, indische und pakistanische Forscherteams und dokumentieren dadurch, dass man in diesen Ländern weitaus weniger voreingenommen ist gegenüber neuen Technologien als das in Deutschland der Fall ist. (s.a. www.beontech.de)

Der Versuchsaufbau und die Randparameter zur Untersuchung der Effekte durch die magnetische Verwirbelung sind eminent wichtig. In der Literatur kann man neben vielen positiven Berichten und Untersuchungen auch viele negative  Untersuchungsergebnisse finden. Vergleicht man die oft auch nur spärlich angegebenen Kennwerte von Magnetfeld, dessen Ausrichtung und Stärke, sowie Fließgeschwindigkeit, Druck und Temperatur der untersuchten wässrigen Systeme, so wird schnell klar, dass in den meisten Fällen die Versuchsanordnung kontraproduktiv ist. Leider machen diese Fehler auch vor renommierten Prüfinstituten nicht halt. Einige Skeptiker behaupten, dass es keinen magnetischen Effekt bei Wasser geben könne, da es diamagnetisch ist. Das ist Unsinn, da es lediglich bedeutet, dass die diamagnetische Substanz aus dem Magnetfeld ausweicht. Dieser Effekt ist deutlich schwächer als Ferromagnetismus aber vorhanden. Der Einwand, Wasserstoffbrücken seien nur Picosekunden stabil und daher kann Wasser keine Cluster oder Strukturen bilden ist ebenfalls unsachlich, denn das sagt nichts über die Diffusion der Moleküle aus, die deutlich langsamer von statten geht. Im Übrigen wurden bereits Cluster mittels Laserspektroskopie nachgewiesen.

Weitere Effekte, die in der Literatur beschrieben wurden sind die Säuberung von Flüssen und Seen durch eine magnetische Behandlung des Wassers, was zu einem Rückgang von Algenbewuchs und einer Sedimentation von Trübstoffen führte. Gesundheitliche Verbesserungen bei der Verdauung oder auch bei Hautallergien werden berichtet. Selbst die Bewässerung mit Brackwasser ist dank magnetischer Aufbereitung möglich, was diverse Versuche in den Emiraten bestätigen konnten. Man geht davon aus, dass auch hier die Kristallbildung (von NaCl) deutlich beschleunigt wird und dadurch das Salz auf dem Boden liegen bleibt und nicht von den Pflanzen aufgenommen werden kann. Bei der Summe der in der Literatur auffindbaren Ergebnisse ist es sehr verwunderlich, dass nicht wesentlich mehr auf diesem Gebiet geforscht wird. Ist sauberes Wasser nur bestimmten Ländern oder Menschen vorbehalten oder etwa nur gegen Bezahlung an privatwirtschaftliche Unternehmen eines Tages erhältlich?

Weitere Informationen finden Sie auf www.beoniSator.de oder auf www.beontech.de

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