Categorized | iPhone Apps

In App Abzocke mit Smurfs’ Village – megateure Schlumpfbeeren

Teure Schlumpfbeeren und eine üble Falle

Teure Schlumpfbeeren und eine üble Falle, die Eltern in den Ruin treiben kann

Ein kostenlose App, die dazu verführt, sie den Kindern zum Spielen zu geben – aber hoppla das kann ins Auge gehen.

Das ist zumindest einer schwedischen Familie so gegangen, die das Spiel ihren beiden Söhnen auf dem Rücksitz überließ, um in Ruhe vom Opa nach Hause fahren zu können.

teure Schlumpfbeeren

Schnell mal die kostenlose App laden und den kleinen Satz überlesen: Smurf Viallage is free to play, but charges real money for additional in -app content. you may lock out the ability to purchase in-app content by ….

http://itunes.apple.com/de/app/smurfs-village/id399648212?mt=8

Dass sich das “real money” bei einem kostenlosen Kinderspiel aber schnell in Höhen von 1000en Euros bewegen kann, vermutet wohl niemand. Aus meiner Sicht ist für diese Spitzfindigkeit auch dieser Hinweis einfach zu klein und unscheinbar.

Smurf’s Village

Die schockierte Familie hat jetzt bei einem Schuldenstand von > 5000 € Apple angeschrieben und um Hilfe gebeten.

Apple hat mittlerweile den in-App-Purchase ohne erneute Eingabe des Passwortes auf 15 Min begrenzt, damit eventuelle Kosten im Rahmen bleiben. Aber ist das die Lösung? Kann man bei einer kostenlosen App eine derartige Kostenfalle erwarten?

Aus meiner Sicht dürfte es in Rechtsstreitigkeiten,  die jetzt in USA und andernorts zu Hauf zu erwarten sind gut aussehen für einen Rückerstattung, obgleich sich der Hersteller und einige Protagonisten auf diesen “teuren” Hinweis zurückziehen werden. Fällt diese Masche nicht genauso wie die Internet Abzocke in diesen neuerdings gerichtlich entschiedenen Bereich?

Kann man bei einem kostenlosen Angebot ein derart teures Nachkarten erwarten???

No related posts.

This post was written by:

- who has written 203 posts on BeonMedia Techblog.


Contact the author

19 Responses to “In App Abzocke mit Smurfs’ Village – megateure Schlumpfbeeren”

  1. Oberschlumpf sagt:

    Das ist typisch Apple.
    Eigentlich sind doch inApp Verkäufe bei kostenlosen Apps verboten?!
    Ich denke, die Eltern gewinnen da aber jeden Prozess. Das ist doch völlig unübliche Abzocke. Grätig, dass so etwas überhaupt vorkommt.

  2. Der hier beschriebene Fall betrifft die neue Generation der Abo-Fallen. Es geht um Content-Abos über Smartphones. Diese sind noch schwerer zu erkennen. Sie sind noch teurer und der Mobilfunkanbieter zieht die Gebühren ein. Der Geschädigte kann schauen, wie er sein Geld zurück bekommt! Wenn es ganz schlecht läuft, droht die Sperrung der Sim-Karte. Für den Betroffenen gibt es so gut wie keinen Ausweg!

    Es geht wie so oft um Spiele, Klingeltöne, Hintergrundbilder, Logos usw. Diese kann man durch Anklicken eines Werbebanners auf einer App auf dem Smartphone (zum Beispiel IPhone oder Android-Handy) vermeintlich kostenlos erhalten. Tatsächlich sind diese Angebote kostenpflichtig. Durch einen Klick auf den Werbebanner im Handy gelangt man zu der anbietenden Internetseite. Gleichzeitig wird dadurch unter anderem die Handynummer und die Info, welches Gerät benutzt wird (MSISDN- und IMEI-Nummer) an den Webseitenbetreiber übermittelt. Über diesen Datenstrom gelangt der Betreiber zum Mobilfunkprovider des Handybesitzers. Der Kunde wird identifiziert. Der Mobilfunkprovider zieht die angeblich entstandenen Abo-Gebühren ein. Dies ist dann auch der entscheidende Unterschied zu den sonst bekannten Web-Abofallen, bei denen die Diensteanbieter darauf angewiesen sind, dass der Nutzer den Betrag von sich aus bezahlt. Wer nicht bezahlt oder Beträge zurückbuchen lässt, läuft Gefahr, dass der Telefonanbieter die Sim-Karte sperrt. Ärger und Macherei sind vorprogrammiert. Der Geschädigte muß, anders als bei den klassischen Abofallen, tätig werden und schauen, wie er sein Geld zurück bekommt. Das ist mit viel Aufwand verbunden und kostet zumindest Zeit und Ärger. Berichterstattungen im TV helfen da auch nicht wirklich weiter, sondern sind nur geeignet, die Einschaltquoten zu erhöhen.

    Von vornherein sollte man für seine eigen Handynummer- soweit dies möglich ist – die Sperrung der Mehrwertdienste bei seinem Telefonanbieter beantragen (sogenannte Drittanbietersperre). Sofern dies nicht möglich ist, hilft nur ein Anbieterwechsel!
    Es sollte in jedem Fall Widerspruch gegen die Telefonrechnung erhoben und die Bundesnetzagentur benachrichtigt werden.
    Des Weiteren sollte der angeblich zustande gekommene Vertrag gegenüber dem Webseitenbetreiber widerrufen, gekündigt und angefochten werden.
    Leichter gesagt als getan der Rat zum Schluss: Nichts anklicken, was man nicht kennt! Im Zweifel zu Hause am eigenen PC (nicht am Arbeitsplatz!!!) das Angebot aufrufen und einer genauen Prüfung unterziehen!

  3. dominik sagt:

    man kann bei smurfs village einfach pflanzen, uhrzeit vorstellen, und dann ernten… ganz leicht

  4. Franky sagt:

    Habe auch mit Schrecken festgestellt, dass die Schlümpfe uns mit CHF 100 (EUR 80) belastet haben. Mal schauen, ob wir das Geld zurückfordern können und vor allem wie?!

  5. Jay sagt:

    Kritik ist völlig unangemessen

    InApp Purchases sind in vielen Apps verfügbar, von der Tageszeitung bis zur Spielwährung. Wer die Funktion nicht möchte, dem bietet Apple die Möglichkeit InApp Purchases im iPhone oder im iPad abzuschalten. Darauf wird unmittelbar nach dem ersten Starten vom App Store hingewiesen.

    Wer weitere Schäden verhindern möchte, nutzt nur das itunes Guthaben, und lässt die Finger von Click&Buy. Zum Beispiel wenn Minderjährige den Account nutzen.

    In dem Spiel, das ich auch spiele, ist klar ausgezeichnet das die Smurfberries Geld kosten. Zitat “costs real money”!

    Ich empfinde es als lächerlich, das Eltern den Kindern das Passwort zum itunes Konto aushändigen, mit dem kostenpflichtige Angebote gekauft werden können und dann schreien “Abzocke, abzocke”. Nur weil die Kinder schlau genug waren, den Kaufen Button zu finden.

    Dürfen die selben Kinder dann auch die Kreditkarte der Eltern mitsamt Pin und CVC in die Hand bekommen und Amazon zockt dann die Eltern ab, weil die Kinder sich eine Wii eine Xbox und 20 Spiele bestellt haben?

    Entschuldigung, aber das ist verantwortungsloses Handeln und wer verantwortungslos handelt, soll auch die Folgen tragen.

    Und zu dem unzutreffenden weiteren Kommentar. Abofallen haben nichts mit Smartphones zu tun, sondern sind Bestellfallen die auf jedem Handy funktionieren. Die Smartphones mit Android und iOS sorgen ganz im Gegenteil durch die vielfältigen Einschränkungsmöglichkeiten der Bezahlkonten auf reine Guthabenbasis für mehr Kundenfreundlichkeit.

  6. Noregrets sagt:

    Lieber Jay,
    Wer lesen kann ist klar im Vorteil!
    Keiner der Eltern hat jemals den Kindern das iTunes Passwort gegeben.Vielmehr hat Apple gestattet, dass bei inApp Purchases ohne erneute Eingabe des Passwortes Käufe getätigt werden konnten! Das wurde ja mittlerweile gauch eändert, was ich mal als Schuldeingeständnis seitens Apple werte.
    Dass kostenlose Apps überhaupt durch inApp Purchases plötzlich zu Geldfallen werden, widerspricht den Apple eigenen Statuten. Dafür gehört Apple an den Pranger gestellt!
    Deine Wertevorstellung wurde wohl schon durch das Spielen dieses dummen Spiels in Mitleidenschaft gezogen, wenn Du von Verantwortungslosigkeit der Eltern sprichst, die diese Abzockerfalle nicht rechtzeitig erkannt haben.
    Kostenlosen Spielen solch eine Hintertür einzuräumen ist äußert fragwürdig.
    Apples Zulassungspolitik für App. Zeichnet sich wohl eher durch Raffgier des Mitverdienens aus – anders kann ich das nicht werten.
    Auch ein Konto auf Gutabenbasis ändert nichts daran…
    Bei jedem Kauf muss sich der Käufer legitimieren, ansonsten ist Betrug Tür und Tor geöffnet.
    Smartphones und Pads sind ganz klar auf Mehrbenutzer ausgerichtet und da ist das ehemalige Vorgehen ein glatter Verstoß gegen die Nutzer Erwartungshaltung.

    Der Rest der bekannten Abzockerfallen über Drittanbieter und bösartige Werbebanner sind ein Unding, was Apple abschaffen sollte, ansonsten verspielt man dort das Vertrauen der Nutzer…

  7. Noremorse sagt:

    auf dem android basierten telefonen kann ich ja nur anhand von kreditkartendaten bezahlen, so hoffe ich zumindest. hatte durch einen bug einen levelsprung von 14 auf 28 und sagenhafte 123 millionen schlupfbeeren… bei einem einkaufspreis von 100 dollar pro 2000 schlumpfbeeren kann sich das ja mal jeder selbst ausrechnen. ich glaube, das kann mir keiner mit der telefonrechnung abziehen^^

  8. Jay sagt:

    Du scheinst dich persönlich angegriffen zu fühlen, anders kann ich mir deine Reaktion nicht erklären, die übrigends nicht nur genauso unangemessen, wie dieser Blogeintrag ist, sondern genauso von falschen Tatsachen durchzogen.l

    Ich finde es sehr amüsant, das du die Ansicht äußerst, meine Moralvorstellungen könnten unter den SCHLÜMPFEN gelitten haben. Verzeihung, Hihi, aber das ist echt ein Brüller.

    Ich für meinen Teil glaube, du hast sehr stabile Moralvorstellungen, aber null Ahnung von iOS. Ja, ich bezweifle nebenbei allmählich das du ein iPad besitzt.

    Was hier angeprangert wird, ist nicht die Tatsache, das InApp Käufe ohne Passworteingabe möglich sind, sondern das, wenn einmal ein Kauf bzw. ein Download getätigt wird, danach für einen Zeitraum von 15 Minuten keine ERNEUTE Passworteingabe nötig ist.

    Ein inApp Kauf ist und war noch NIE ohne Passworteingabe möglich. Das ist schlicht eine Tatsache. Ich kenne das iPad aus beruflichen Gründen seit der ersten Minute. (Ich verkaufe Elektronik in einer großen dt. Kaufhauskette). Und die Passworteingabe ist seit Anfang an vorhanden.

    Deshalb habe ich oben geschrieben, das die Eltern dem Kind das Passwort gegeben haben. Denn das haben sie, ob dir das jetzt gefällt oder nicht.

    Und zwar:

    Entweder direkt, indem das Passwort dem Kind mitgeteilt wurde,
    Oder indirekt, indem das Passwort in einem Zeitraum von 15 Minuten vor dem besagten versehentlichen Kauf der Spielwährung von den Eltern eingegeben wurde.

    Bei der Einrichtung des iPads und der Apple ID wird seit eh und jeh auf die “Gefahr” der Kaufmöglichkeiten hingewiesen, es wird keine Eingabe von Bank- oder Kreditkartendaten gefordert, die Eingabe eines iTunesgutscheins reicht völlig aus. Wenn nun jemand seine Bank- oder Kreditkartendaten trotzdem eingegeben hat, ohne sich vorher wenigstens durch das Lesen der Standardtexte beim Einrichtungsvorgang und der Popup Mitteilungen über den Ablauf und die Möglichkeiten der Bezahlvorgänge zu informieren handelt fahrlässig. Beschreibungen und Warnmeldungen zu ignorieren mag “in Mode” sein, weniger dumm wirds aber dadurch nicht.

    Wer dann das iPad mit solchen Möglichkeiten einem Kind in die Hand gibt, ohne das Kind zu beaufsichtigen und ohne sich Gedanken über die Gefahr eines ungewollten Einkaufs zu machen, handelt ebenfalls fahrlässig. Und damit unverantwortlich. Ein iPad bietet viel Potential für ein Kind etwas damit anzustellen. Nicht nur InApp Käufe. Man wird wohl keinen Pädagogen finden, der es befürwortet ein Kind unbeaufsichtigt vor einen Internetzugang zu setzten. Ich erinner mich da auch noch an frühere Vorfälle aus der Presse wie unbeabsichtigte eBay Auktionen und Einkäufe in Onlineshops an “normalen” Rechnern. Da hat auch niemand Dell verdammt, weil die den PC dazu hergestellt haben.

    Noch etwas:
    Die Änderung, die du so blumig als “Schuldeingeständnis” bezeichnest, wurde zusammen mit iOS 4.3 eingeführt, und betrifft die Möglichkeit den Zeitraum zur Passworteingabe beim InApp Kauf zu verändern, so daß nun auf Wunsch immer ein Passwort eingegeben werden muß. Das als Schuldeingeständnis zu bezeichnen, ist in unserem Rechtsstaat wohl bestenfalls als lächerlich zu bezeichnen. Aber bei verantwortungslosem Handeln, sind ja immer die anderen schuld..

    Apple hat etwas behoben, was bemängelt wurde, und eine weitere Möglichkeiten geschaffen das iPad noch weiter den eigenen Wünschen anzupassen. Anstatt das anzuerkennen, lieber mal von Schuldeingeständnissen schwafeln. Würd mich mal interessieren, was du gesagt hättest, wenn nicht geändert worden wäre..?

    Man sollte sich Gedanken machen, wie man High Tech Elektronik “kindersicher” macht, bevor man diese Kindern in die Hand gibt, und die Kinder während der Nutzung in angemessenen Rahmen beaufsichtigen.

    Alles andere ist nicht empfehlenswert. Natürlich sollen sich auch Hersteller darüber Gedanken machen. Aber in erster Linie sind die Eltern da in der Verantwortung. Denn alle Gedankenlosigkeiten kann man als Hersteller nicht abfangen.

  9. Hallo Jay,
    die inApp Purchases gibt es seit iOS 3.0. Zu Beginn waren inApp Purchases für kostenloses Apps tabu. Das hat Apple dann aufgehoben, um die Flut der Lite Versionen eindämmen zu können. Viele Menschen erwarten eben bei einem kostenlosen Programm keine unerwartete Kostenfalle. Aus meinem juristischen Verständnis ist das auch ein Sachverhalt der unter Heimtücke fallen dürfte auch wenn das in den AGBs detailliert erklärt würde.
    Allem Anschein nach bestand die 15 Min Falle von Beginn an und ab iOS4.3 konnte man dann alle inApp Purchases mit sofortigem Passwortschutz belegen. Dass allerdings die Schutzmaßnahmen nicht immer greifen, zeigen die jüngsten Fälle chinesischer Apps, die Kosten ohne direkte inApp Purchases verursachen aber als solche kennzeichnen.
    Auch wenn es in den Einstellungen explizit die Möglichkeit gibt, inApp Purchases abzustellen, so ist das jedoch nicht die Standardeinstellung, die JEDER erwarten würde. Zumindest in Deutschland dürften geschädigte Eltern gute Chancen auf Rückerstattung haben.
    Ob es seit iOS 3 auch Versionen gab, wo die 15 Min Regelung nicht griff, kann ich nicht sagen, aber der oben beschriebene Fall lässt es vermuten. Originalmeldung auf Handelsblatt…

  10. Jay sagt:

    Hallo Andreas,

    vielen Dank für den Kommentar.

    Für mich ist es fragwürdig, die Funktion “InApp Purchase” unter den Generalverdacht der “Kostenfalle” zu stellen. Der Anspruch mit einer App Geld zu verdienen, ist imho legitim. Und die Tatsache, das in einem kommerziell ausgerichteten Vertriebssystem -nichts anderes ist der App Store- die Möglichkeit besteht Geld auszugeben, kann man schwerlich als “überraschend” bezeichnen. Weder dejure noch defacto.

    Es gilt lediglich zu beleuchten, ob der Anbieter der App den InApp Purchase transparent darstellt und ob Apple die Funktion selbst transparent darstellt.

    Da haben wir hier den Vorwurf der Intransparenz gegenüber Apple. Mit dem Vorwurf das man ohne Passworteingabe einkaufen kann. Nochmals, ich stelle dem gegenüber, das das nicht korrekt ist. Die sogenannte “15 Minuten Falle” bedingt, das das Passwort vorher eingegeben wurde. Und das Eintreten dieser Falle bedingt das Ignorieren von mehreren Meldungen und Hinweistexten. Darunter eine Meldung beim Einrichten der Apple ID, ein Hinweis im AppStore und einer in der App selbst. Mittlerweile (seit dem Update auf 4.3) wird übrigens beim erstmaligen Angeben der Apple ID im iPad explizit auf die InApp Purchases und die Möglichkeit, diese zu deaktivieren hingewiesen.

    Natürlich dient dieser 15 Minuten Zeitraum dazu, den Folgekauf bzw. den Impulskauf zu vereinfachen. Und damit rein kommerziellen Zwecken. Sicher verbesserungswürdig, sicher könnte man auf Die Funktion verzichten. Aber ist das deshalb wirklich so zu zu “verteufeln”?

    Den Vorwurf der Intransparenz gegenüber dem Anbieter der App “Smurfs Village” kann ich auch nicht ganz nachvollziehen. Beim Klick auf den Button wird klar dargestellt, das echtes Geld ausgegeben wird. Natürlich war das Kind in diesem Fall wohl zu klein, um das zu verstehen. Aber ist dann wirklich der Anbieter Schuld?

    Und generell sind kostenlose Apps mit kostenpflichtigen Inhalten auch keine “Abzocke”.

    Nehmen wir das Beispiel der FR App. Eine kostenlose App, die es einem ermöglicht die aktuelle Ausgabe der Frankfurter Rundschau zu lesen. Die App kann kostenlos geladen werden, um dann dort kostenpflichtig die jeweilige Ausgabe der Zeitung per InApp Purchase zu erwerben. Mit der App selbst, kann man eigentlich (fast) nichts anfangen. Erst wenn ich eine Zeitung kaufe, habe ich eine Verwendung dafür. Wieso sollte jemand für so eine App. Geld zahlen? Natürlich ist die kostenlos. Und natürlich bezahl ich da meine Zeitung. Will vielleicht jemand behaupten, das sei auch “Abzocke”, das in dieser App nur kostenpflichtige Inhalte als InApp Purchase angeboten werden? Ist dann die Zeitung am Kiosk um die Ecke auch Abzocke, und der Kiosk erstreckt? Da gibt es ja auch keine kostenlosen Inhalte..?

    Und in dem vorliegenden Beispiel ist es ein Spiel, das Basisfunktionen bietet, die kostenlos verfügbar sind. Zusätzlich Features die mit Spielwährung bezahlt werden müssen. Bei allen verfügbaren Browsergames nahezu Standard.

    Ich empfinde es eher als gesellschaftliches Problem, das sich offensichtlich im Internet eine “Kostenlos-Kultur” entwickelt hat, die alles kostenlos haben möchte und dadurch schon von einer “Erwartungshaltung” gesprochen werden kann, die dann enttäuscht wird, weil eine App kostenpflichtige Inhalte bietet. Mal ein weiteres Beispiel gefällig:

    Der App TaschenGuide aus dem Haufe Verlag. Eine kostenlose App. Logisch. Es handelt sich um eine Kioskapp für die Taschenbuchreihe aus selbigem Verlag. Also quasi ein Katalog. Zahlt irgendwer Geld für einen Katalog? Nein. Also gibts die App gratis. Was passiert? Es hagelt Bewertungen wie die von CoolKlaus am 15.05.2001: “NICHT INSTALLIEREN!!! – Der absolute Nepp!..”

    Aha. Nun denn. Bitte sehr. Wenn das seine Meinung ist. Meine Meinung zu dem betreffenden Kommentator dürfte genauso polarisierend sein: Schmarotzer.

    Aber ich kommentiere hier ja nur. Den Anspruch der Unvoreingenommenheit nehme ich ja gar nicht für mich in Anspruch.

    Achso:
    http://www.spiegel.de/netzwelt/apps/0,1518,796353,00.html

    Das ist ein sachlicher, unvoreingenommener, Artikel zu dem Thema mit den chinesischen Apps. Die übrigens eine völlig andere Problematik darstellen. Denn da wird keine App installiert, die dann Abzockt. Sondern da sind Kontodaten abgezock worden. Wie, wird sich noch herausstellen müssen.

  11. Hallo Jay,

    ich weiß nicht, warum Sie das beschriebene Vorgehen der App Anbieter so intensiv verteidigen. Prinzipiell haben Sie natürlich Recht, dass der Anbieter sein Vorgehen eindeutig angekündigt hat, allerdings die aufgerufenen Preise von bis zu 99€ für spielerische Zutaten keinesfalls der marktüblichen Erwartung entsprechen.
    Container Apps sind auch Apple ein Dorn im Auge, was man ja nun seit iOS 5.0 sukzessive durch den Zeitschriftenkiosk aufheben wird. Ihre besagte FR App wird in nicht weiter Zukunft wohl verschwinden, da auch Apple gemerkt hat, dass der Wildwuchs an Apps nicht als Kundenutzen dient.
    Zu den chinesischen Apps will ich nur sagen, dass es wohl noch einige Sicherheitslecks gibt, die Apple dringend beseitigen muss, sowie man sich auch dringend von unlauteren Drittanbieter Anbietern im Rahmen der Banner verabschieden sollte. Hierfür hilft zumindest bei einigen Providern der Widerruf zur Abrechnung über Drittanbieter und das Blockieren der Dienste.

    Dass viele Internetuser auf der kostenlos Kultur reiten ist es anderes Phänomen. Aber wie sich ja auch im AppStore zeigte, ist es sehr wohl möglich, für interessante Software gutes Geld zu verlangen. Allerdings wird die Bereitschaft im AppStore einzukaufen von der Angst ausgebeutet zu werden konterkarriert.

  12. Jay sagt:

    Hallo Andreas,

    weil ich den Tonfall, der hier an den Tag gelegt wird als Panikmache empfinde. Weit entfernt von einer sachlichen Meldung. Weil die Meldung und die Kommentare nur auf Apple und den Appanbieter “einkloppen”.

    Wieso soll das denn besser sein als meine “vehemente Verteidigung”?

    In der Spiegel Meldung wird in neutralem Ton die InApp Purchase Funktion erklärt. Es wird auf beide Seiten der Medaille hingewiesen.

    Das fehlte mir hier.

    Genauso wie der längst fällige Hinweis, das bisher kein Fall bekannt ist, bei dem nicht eine Erstattung des unabsichtlich ausgegebenen Betrags erfolgte. Kurzes googeln reicht dazu schon.

    Stattdessen wird reißerisch auf Unmengen von zu erwartende Rechtsstreitigkeiten hingewiesen. Man fragt sich ja fast schon ob man in einem Jurablog liest.

    Ich empfinde diese Art der Berichterstattung als innovationshemmend, und wenig produktiv. Ist natürlich nur meine Meinung und keine Tatsache, aber dazu gibt es ja die Möglichkeit Kommentare zu schreiben.. Um seine Meinung zu äußern.

    Ich sehe durchaus auch schlechtes in mancher Vertriebspolitik von Apple. Aber das brauche ich ja nicht auch noch anführen. Die negative Seite ist ja schon mehr als abgedeckt..

    Die Kioskapps werden nicht verschwinden. Wieso auch? Was soll denn wieder an einer Kioskapp negativ sein? Es gibt unheimlich viele digitale Inhalte neben dem Zeitschriftenabo, die so bequem vertrieben und erworben werden können. Picturestock. Einzelne redaktionelle Artikel. Usw.. Wenn die Kioskapp nur deshalb negativ betrachtet wird, weil sie nur kommerziellen Inhalt vertreibt, dann sind wir wieder beim Thema der Kostenloskultur.

    Angst vor Ausbeutung?
    Und das ist imho genau das Thema, das mit Schlagwörtern wie “Abzocke in einer App” nur gefördert wird. Denn die Angst ausgebeutet zu werden wird ja auch durch die Berichterstattung verstärkt. Nicht erzeugt. Aber verstärkt. Da wäre es imho sinnvoller, gleich konkrete Hinweise zu geben, wie das vermieden werden kann: Wo stellt man InApp Purchase ab, wie bekomm ich als Betroffener mein Geld zurück etc..

    Was die Banner angeht:
    Die Problematik mit den Bannern habe ich live erlebt bei einem Kunden mit einer Android App. Banner in der App angeklickt. Website öffnet sich, geht zu. Bestätigungssms mit Abo. Sicher ist eine intensivere Prüfung der Banner wünschenswert, ich bezweifle jedoch, das sich das dadurch komplett abfangen lässt. Denn -wie sie leicht angedeutet haben- liegt hier das eigentliche Problem nicht bei Apple oder Google sondern bei den Providern. Ein Unding, das per Mausklick oder über eine Premiumsms einfach Abos bestellt werden können, ohne das ein Double-Opt-In Verfahren vorgeschrieben ist. Da ist dem Mißbrauch nun wirklich Tür und Tor geöffnet.

  13. Andreas sagt:

    Also ich finde jeder hat das Recht Geld zu verdienen. Und ich finde auch nicht, das man dort in eine “Abo-Falle” tritt.. Wer sich im Laden den Einkaufswagen mit Sachen vollstopft wundert sich ja auch nicht, das er dafür an der Kasse zahlen muß.
    Ich finde die “Ingame-Währung” ist ziemlich deutlich abgegrenzt. Und das kaufen dieser Währung ist auch vom “normalen Inhalt” deutlich abgegrenzt.
    Wer sich “mit solchen Spielen abgibt”, sollte sich zumindestens EINMAL darüber informieren, wie diese Funktionieren. Ich kann ja auch keinen Telefonanschluss bestellen und dann sagen “Ach wie, da muß man was bezahlen?”, oder?
    Immer diese Ausreden… Hier wird ganz schlicht und ergreifend die Aufsichtspflicht verletzt!

  14. Michi sagt:

    Hallo zusammen,

    SORRY wer lesen kann ist klar im Vorteil, und costs extra dürfte auch den letzten Sachen überzeugen da da was geld kostet. Ausserdem stehts auch dabei wenn man die Beeren kauft.

    Legt mal lieber das Spiel weg und lest ein Buch wenn ihr es nicht peilt .. unfassbar!

  15. Allure sagt:

    Also ich kann Michi nur zustimmen. Es wird nicht verschwiegen dass die Beeren REAL MONEY kosten. Und ohne Passwort kann man kein Geld ausgeben. Aber damit die Kleinen ruhig sind, gibt man nach, denn Erziehung kostet Zeit und Nerven. Übrigens, ich HABE AUCH KINDER, nur um entsprechenden Kommentaren zuvor zu kommen.

  16. Allure sagt:

    Ich lach mich tot, also ich kann Michi zu zustimmen. Es wird keinesfalls verschwiegen, dass die Beeren RÉAL MONEY kosten und ohne Passwort kann man nichts kaufen. Sorry, aber wer seinen Kindern das Passwort frei zur Verfügung stellt ist selber schuld, wenn die Kleinen das nicht überblicken und munter einkaufen. Aber das ist eben einfacher, als mit den Kindern den Sinn der Sache zu diskutieren. Erziehung kostet Zeit und Nerven …. und ist Sache der ELTERN ! Aber das sehen heute leider viele nicht so, Schuld sind immer die bösen anderen. Übrigens, ich habe auch Kinder, nur um entsprechenden Kommentaren vorzubeugen. Und wenn Erwachsene ungewollt Beeren kaufen – umso schlimmer kann ich da nur sagen! Wie dumm ist das denn ?!?

  17. Allure sagt:

    Ups, ich dachte mein erstes Posting wäre nicht angekommen *sorry*

  18. Mario sagt:

    So eine App gehört sofort gelöscht! :)

  19. Wie gut, dass ich erst gar keine Spieleapps habe. Ich bin sehr vorsichtig, was die ganzen Apps betrifft.

Trackbacks/Pingbacks


Leave a Reply

*

twitter / beonmedia