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Axel Springer mit Paid Content für Online-Journalismus?

BlindMit vollmundigen Ankündigungen startete Mathias Döpfner seine Kampagne, die rückläufigen Print-Abos durch bezahlten Content via iPhone App und Morgenpost.de sowie Abendblatt.de abzufedern.

Die Bild-App wurde zwischenzeitlich auch als meistgeladene App gelistet für zunächst 0,79 Euro für den 1. Monat, danach sollen’s 1,59 Euro / Monat sein. Immerhin … billiger als das gedruckte “Werk” zeitgenössischer tages-BiLDerbücher. Aus meiner Sicht eine geradezu urkomische Vorstellung mit dem iPhone die Bild(er)zeitung zu lesen, zumal die Zielklientel aus anderen Reihen kommen dürfte. Das Nacktmodell des Tages wird wohl wahrscheinlich auch verhüllt sein und das Rätsel kann man am Bildschirm nicht knacken… ;-) … Was bleibt da übrig?


Berichtet da die Zeit mit diebischer Freude, wie man den Vorstoß Döpfners, handfestes journalistisches Tageswerk im Internet zu vermarkten, unterlaufen kann? Link

Ob sich genügend Leser finden, denen die Inhalte auch in digitaler Form genügend Geld wert ist bleibt abzuwarten. Die Papier-Variante hat ungeahnte Mehrwerte, wie mir eins ein Mitarbeiter berichtete: Morgens liest er die Zeitung, dann abwechselnd mehrere Kollegen auf der Arbeit, mittags wieder er,  einschließlich des Rätsels(?) und abends bekommt sie der Kanarienvogel im Käfig untergeschoben. Das ist mit einer App natürlich nicht machbar… ;-)

Wer im Internet Geld verdienen will, sollte sich unbedingt auf die Gesetze des dortigen Marktes vorbereiten… Paid Content ist schon einmal gescheitert und ob es beim 2. Anlauf ohne signifikante Änderung plötzlich klappt darf bezweifelt werden.  Vielleicht wären die Bildrätsel und die Nacktmodelle ja ein vermarktungsfähiger Kanal, aber dann wohl nicht mit Apple…

Was wird aus dem Tages-Journalismus werden? … Ein Auslaufmodell?

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