Nach den hinsichtlich bekannten, klassischen LEDs sind nun ihre organischen Verwandten, die “Organic Light Emitting Diodes” drauf und dran ihren Siegeszug einzuläuten. OLEDs erlauben sehr viel dünnere Gehäuse, da es sich letzlich um dünnste organische Folien handelt, die gezielt zur Lichtemission angeregt werden. Da die OLEDs nicht wie die LEDs nur Pixel ein- und ausschalten können, sondern aktiv das Licht der entsprechenden Wellenlänge emittieren, kann man mit OLEDs Kontrastraten von bis zu 1.000.000 : 1 erzielen. Sony zeigte im Dezember 2007 bereits einen Fernseher auf dieser Basis, aber die technische Machbarkeit größerer OLEDs scheint bisher noch sehr fehlerbehaftet und damit teuer zu sein, sodass nur bei kleinen Displays wie z.B. Handys der Einsatz z.Zt. lohnt.
Da könnte uns Apple im Juni eventuell ein von LG gefertigtes Display im neuen iPhone 4G präsentieren, was nicht nur weniger Strom benötigt, sondern auch eine nie gezeigte Brillanz und Leuchtkraft besitzt.
Aber auch der Bereich des digital Signage und der Lichtobjekte (s. Philipps) werden von den neuen Hoffnungsträgern profitieren. Blickwinkelunabhängigkeit, super Kontrast, hohe Brillanz und niedriger Stromverbrauch werden dieser Technologie gigantische Wachstumspotentiale bescheren. Sonys neuer kleiner Fernseher XEL-1 zeigt wohin der Zug fährt, wenngleich auch teuer und noch nicht über jeden Zweifel erhaben (s. Testbericht).
… eine interessante Anwendung dürfte auch der Autorückspiegel Prototyp von NeoView Kolon sein.
Die Biegsamkeit und Transparenz der Folien könnte auch für alle möglichen Glasobjekte als Träger interessant sein, nicht zuletzt die Schaufensterscheiben und Büroraumverglasung.
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